Froetek-Aktuelles2
15.04.10

Unternehmen Frötek investiert weiter in Thüringer Standort


Unternehmen Frötek investiert
weiter in Thüringer Standort

Zwei eher unscheinbare Hallen, in denen das Unternehmen Frötek
im Großbreitenbacher Gewerbegebiet ansässig ist.
Aber - Teil eines mittlerweile weltweit agierenden Unternehmens.
Gestern Ziel eines Betriebsbesuchs von Landrat Benno Kaufhold.


Standardfrage: "Bilden Sie aus?" - Bei Frötek klares Ja an
Landrat Benno Kaufhold. Der Beleg - Mechatroniker-Azubi Stefan Raue.
Foto: Gerd Schmidl


Großbreitenbach.
1985 von Bernhard Fröhlich in Osterode im Harz gegründet und seit
1999 in Großbreitenbach präsent, so wie in den USA, China, Südafrika,
Ungarn oder der Ukraine.
Seither eine Erfolgsgeschichte - mit einer Stockung: Die Finanz- und
Wirtschaftskrise 2008/09 hat auch bei Frötek Spuren hinterlassen,
schließlich ist das Unternehmen beispielsweise für die Automobilindustrie
tätig. 30 Prozent Umsatzeinbruch. Doch nun zieht die Produktion wieder
an und bei Frötek sind neue Investitionen in Vorbereitung, so
Geschäftsführer Martin Fröhlich in der Gesprächsrunde, an der neben
dem Landrat auch Bürgermeisterin Petra Enders und VG-Chef Andreas
Beyersdorf teilnahmen.

Blick zurück in die Großbreitenbacher Kapitel der Firmengeschichte.
Der Name Fröhlich lässt die Verbindung zur Stadt ahnen und tatsächlich
hat der Firmengründer hier seine Wurzeln. 1999 deshalb auch der Aufbau
eines Betriebes auf dem ehemaligen Relaistechnikgelände.
Zu den ersten Mitarbeitern gehörte Gerd Schneider, der mit Stolz von einer
"irren Zeit" spricht, die ihn letztlich und unerwartet in den Chefsessel
katapultierte. Er lebt Frötek. Immer vorn sein, immer Neues machen.
Die Zeiten haben sich geändert, irre seien sie aber immer noch. Nur anders.

Irre, die Entwicklung jenes Automaten mitzuerleben, der eigens in der
Schweiz für das Großbreitenbacher Werk entwickelt und im Vorjahr
installiert wurde. Kontrastprogramm - gleich neben der Hightech-Anlage
eine Wäscheschleuder aus DDR-Zeiten. In der werden Schwimmer, die in
großen Batterien eingesetzt werden, nach ihrem Funktionstest getrocknet.
Erfüllt seinen Zweck, sagt der praktische Schneider.

Insgesamt wurden seit 1999 mehr als 6,3 Millionen Euro investiert, sprich
Spritzgussmaschinen und Schweißautomaten gekauft.
Wichtigste Sparte der Fertigung sind so genannte Zellenverbinder,
gleichfalls Teile für Akkumulatoren. Eigentlich simpel, ein Stück ummanteltes
Kupferkabel, an dessen Enden sich Laschen befinden. Die sind
angeschweißt, nicht verpresst und dadurch energieeffizienter, erklärt der
kaufmännische Leiter Helmut Ritter. Das bedeutet weniger Material und das
spart Kosten.

01.04.10 / TA



Mit freundlicher Genehmigung der Thüringer Allgemeine